Arbeit und Muße: Ein Plädoyer für den Abschied vom by Hans-Jürgen Arlt, Rainer Zech

By Hans-Jürgen Arlt, Rainer Zech

Die Autoren erläutern, wie moderne Gesellschaften die Arbeitstätigkeit einerseits zum Lebensmittelpunkt der Menschen und andererseits zum Kostenfaktor der Wirtschaft machen, und thematisieren die soziale Frage, die aus dieser Spannung erwächst. Eine kurze Begriffsarchäologie von Arbeit und Muße lässt deutlich werden, wie eigenartig und einzigartig dieses Weltbild ist, aus dem Leistungsexplosionen und Zerstörungen in vorher unvorstellbaren Ausmaßen entspringen. Hans-Jürgen Arlt und Rainer Zech stellen Alternativen vor: Arbeit in die Schranken des Not-Wendigen verweisen, Tätigkeiten in bunter Vielfalt am selbstbestimmten Bedarf orientieren, der Muße als Ausdruck idealer Humanität Geltung und die Lebensführung verschaffen.

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Das Entscheidungskriterium dafür, ob gezahlt wird oder nicht, ist ökonomisch gesehen das Mehr. 1 „Arbeit: Bedarf, Leistung und Gebrauch“) festgehalten. Das Mehr erwächst aus der Differenz von Einnahmen und Ausgaben. Die Ausgaben, die Kosten entstehen im Prozess der Arbeitsleistung, die Einnahmen resultieren aus den Zahlungen, die für den Gebrauch getätigt werden. Von Kapitalismus sprechen wir, wenn es für die Entscheidungen, ob und wie gearbeitet wird, das ausschlaggebende Kriterium ist, dass ein (möglichst hoher) Gewinn, also ein deutliches Plus an Einnahmen im Vergleich zu den Ausgaben erwartet werden kann.

478). ) existenziell das „Mitdasein der Anderen“. Ohne zwanghaft auf ein bestimmtes Ergebnis fokussiert zu sein, lässt sich der Mensch im kontemplativen Zustand der Muße auf die existenziellen Fragen des Menschseins ein. Da wir Muße bereits als paradoxe Form der aktiven Passivität bzw. passiven Aktivität kennengelernt haben, ist der Mußezustand durch eine hohe geistige Wachheit und damit durch eine Empfangsbereitschaft für Erkenntnis gekennzeichnet. • Das Empfangen darf man sich nun nicht als eine Aktivität des Erarbeitens von Wissen vorstellen, sondern als eine Offenheit für eine Ideenschau (theoria).

Der Unternehmer muss 3 Moderne Arbeit 23 für etwas Geld ausgeben, das sich für ihn nicht in Vermögen verwandelt, mithin seine Zahlungsfähigkeit verschlechtert. Erst wenn es ihm gelingt, das Erzeugnis der Arbeitsleistung zu verkaufen, vermehrt er sein Eigentum.  178). Für die Personen, die ihre Arbeitskraft zum Kauf anbieten, bedeutet das: Sie haben es mit einem Vertragspartner zu tun, der, sofern er sich wirtschaftlich rational verhält, alles daran setzt, erstens so wenig Arbeitskraft wie möglich zu kaufen – dabei unterstützt ihn die technische Rationalisierung, die es erlaubt, Arbeitsplätze abzuschaffen.

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